Tief im Herzen des privaten Wellness-Decks liegt das ultimative Heiligtum der GEMINIBIRD. Keine andere Frau der Besatzung hat hier Zutritt. Die Schotts reagieren ausschließlich auf den kombinierten Quanten-Biometrie-Scan von Ribana und mir. Wir sind allein.
Der Raum ist in ein tiefes Dunkelrot und sanftes Gold getaucht. Twinstar wacht als unsichtbare Präsenz über die Systeme. Die Wände bestehen aus interaktivem Nebel-Glas. Im Ruhezustand spiegeln sie lediglich uns beide wider – den Kontrast aus meiner dunklen Haut und Ribanas leuchtendem Alabaster.
Auf Ribanas stummen Befehl hin verändert sich das Glas. Es wird einseitig durchsichtig und offenbart virtuelle Logen. Dort materialisiert Twinstar Dutzende holografische Zuschauer – wunderschöne, anonyme Wesen aus dem Universum. Sie dürfen nur eines: zuschauen.
Wenn wir uns in der Mitte auf dem goldenen Podest einander hingeben, beginnt das Schauspiel. Wir hören ihr leises Stöhnen, das als erotisches Echo in den Raum übertragen wird. Die Wesen sind gebannt von der asymmetrischen Dominanz von Ribanas weißen Brüsten und dem glockenförmigen Gewicht meiner dunklen Kurven.
Die Blicke der Zuschauer legen sich wie unzählige Hände auf unsere nackte Haut. Jeder Kuss, jedes Klirren von Ribanas Aschanti-Gold, wird von gierigen Augen verschlungen. Wir treiben diese Wesen an den Rand des Wahnsinns, wohlwissend, dass sie uns niemals berühren können. Es ist der sicherste Voyeur-Thrill des Kosmos – unangreifbare Privatsphäre in totaler Zurschaustellung.